Restaurierung Köln

Gut zu wissen:

Unser Standort in Köln mit eigener Restaurierungswerkstatt ist spezialisiert auf die praktische Restaurierung, besonders im Bereich der Baudenkmalpflege.
Von hier aus betreuen wir unsere Projekte im Rheinland, darunter Maßnahmen an Großprojekten wie der „Villa Oppenheim“ und dem „Dom-Hotel“ am Dom Carré in Köln-Altstadt-Nord, aber auch an Baudenkmälern in Düsseldorf, dem Niederrhein, dem Bergischen Land oder Südlichen Ruhrgebiet.

Dom-Hotel Köln

Denkmalpflege & Erhalt historischer Bauwerke

Einmal zerstört, abgerissen oder verfallen, sind baukulturelle Zeugnisse für die Gesellschaft endgültig verloren. Diese Erkenntnis bringt die Stadt und Bistum, Denkmalpflege und uns als ausführende Restauratoren und Restauratorinnen in die Verantwortung, unsere historischen Bauwerke zu bewahren. Sie sind Zeitzeugen, prägend für das Stadtbild und ein wichtiger identitätsstiftender Faktor für die Menschen im Rheinland. Durch die Arbeit in der Denkmalpflege wird das Erscheinungsbild der Stadt mitentschieden – nachhaltig und ressourcenschonend.

 

Was ist Restaurierung, Denkmalpflege & Denkmalschutz?

Restaurierung und Denkmalpflege werden oft synonym verwendet, beschreiben jedoch unterschiedliche Aspekte von Tätigkeiten, die sich mit dem Erhalt von Kunst- und Kulturgut beschäftigen. Der Denkmalschutz beschreibt den rechtlichen Rahmen hierzu (s.u.).

Unterschied zwischen Denkmalpflege und Restaurierung, Konservierung

Denkmalpflege 

Unter Denkmalpflege versteht man den Erhalt von Bauwerken – oder historischen Stätten allgemein – unter Bewahrung der originalen Substanz und geschichtlichen Aussage. Die Denkmalpflege ist in Ämtern organisiert (s.u.); ihre Aufgabenbereiche umfassen die Erfassung und Erforschung, die Beratung, den rechtlichen Schutz und die „Öffentlichkeitsarbeit“ für und von Denkmäler/n.

Restaurierung und Konservierung

Die Restaurierung und Konservierung beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den zum Erhalt der Denkmäler notwendigen Tätigkeiten. Während „Konservierung“ eher das „Haltbarmachen“ also beispielsweise Stabilisieren von Originalsubstanz beschreibt, umfasst „Restaurierung“ auch ein Wiederherstellen gesicherter Formen und Farben: Etwa eine angemessene Ergänzung oder Retusche, um die Aussage eines Werkes ablesbar zu erhalten. Eine vollständige Restaurierungsmaßnahme umfasst noch weitere Aspekte und ist weiter unten beschrieben. Restauratoren und Restauratorinnen arbeiten Hand in Hand mit der Denkmalpflege für den Erhalt von Baudenkmälern, aber auch Bildwerken, historischen Raumfassungen und Kleindenkmälern.

Rechtliche Grundlagen in Köln / Nordrhein-Westfalen

In Deutschland ist die Kulturhoheit Ländersache; entsprechend gibt es in jedem Bundesland ein eigenes Denkmalschutzgesetz. Relevant in Köln ist das Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (DSChG NRW), das die Begrifflichkeit, den Schutz, die Rechte und Pflichten der Eigentümer, die zuständigen Behörden sowie Strafen bei Verstoß regelt. Denkmalschutzgesetz NRW


Zuständige Behörden in Köln: Stadtkonservator, Amt für Denkmalpflege, untere Denkmalbehörde

In Köln ist als Untere Denkmalbehörde zunächst der Stadtkonservator der Stadt Köln zuständig und damit erste Ansprechperson, um Genehmigungsfragen und Fördermöglichkeiten zu klären. Die Untere Denkmalbehörde ist grundsätzlich in Städten und Gemeinden in der Verwaltung der jeweiligen Stadt oder des Kreises zu finden.

In besonderen Fällen, sowie wenn Eigentümer des Denkmals Land oder Bund sind, ist die Bezirksregierung (hier: Köln) zuständig. Weitere Regierungsbezirke in NRW sind: Arnsberg, Detmold, Münster und Düsseldorf 

Die Fachbehörde und beratende Instanz für Köln und das übrige Rheinland ist der Landschaftsverband Rheinland (LVR) 

Restaurierung in Köln und Umgebung

Die Stadt Köln blickt auf eine 2000 jährige Geschichte zurück – entsprechend viele Grabungsfunde, Baudenkmäler aus verschiedenen Epochen und nicht zuletzt der Kölner Dom prägen die Identität der Stadt mit. Die Liebe zum historischen Bestand hat hier Tradition.
Der Fachbereich der Restaurierungswissenschaften NRW hat seinen Sitz in der Technischen Hochschule Köln – und hat in weitem Umkreis für ein hohes Niveau in der Ausführung von Restaurierungsmaßnahmen insbesondere bei akademischen Restauratoren gesorgt.

Leistungen, Verfahren & Bereiche

Unser Leistungsangebot im Rheinland ist breit gefächert; neben Restaurierungsmaßnahmen von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Nachbetreuung bieten wir auch Objektuntersuchungen, Beratung, Transport von steinernen Kunstgütern, Translozierung, Abformung und Rekonstruktion unter Verwendung historischer Techniken und moderner Verfahren an.
Was wie ein Widerspruch klingt, ergänzt sich in Wahrheit hervorragend: Oftmals sind historische Techniken und Materialien Mittel der Wahl zur Restaurierung eines Werkes, weil sie sich gut in den Originalbestand einfügen. Wo dies, beispielsweise aufgrund sich verändernder Gegebenheiten (klimatische Bedingungen, Schadstoffeintrag) an Grenzen stößt, setzen wir moderne, sehr gut erforschte Materialien und neue Anwendungsmethoden ein, um die Substanz zu erhalten.

Restaurierung von Bauwerken & Fassaden
Die Restaurierung von Bauwerken und Fassaden befasst sich auch mit dem Untersuchen, Reinigen, Erhalten und Wiederherstellen, gelegentlich auch Rekonstruieren und in jedem Fall Schützen von Werkstücken aus mineralischen Materialien. Um im Sinne des Bauwerks nachhaltig zu handeln, müssen die Schadensursachen und -mechanismen untersucht und beseitigt, oder, wo dies nicht möglich ist, ein bestmöglicher Umgang damit gefunden werden.

Konzeptionierung der Restaurierungsmaßnahmen

Eine Restaurierungsmaßnahme an einem Bauwerk braucht als Basis eine solide Grundlagenermittlung und Konzeptionierung, damit Schäden behoben und nicht nur kaschiert, sondern ihre Ursachen bestenfalls behoben werden. Wir beraten Sie hierzu gern und ziehen bei Bedarf Fachleute externer Institutionen hinzu. Beispiele für unsere Projekte in Köln sind die Fassade des Domhotels, Köln, samt des historischen Treppenhauses im Domhotel, die Restaurierung des Mosaiks Otto Freundlich, Oper Köln und Maßnahmen am Archäologischen Quartier, Prätorium, in Köln.

Mosaik Otto Freundlich

Hartmann von Rüden Restaurierungsmaßnahmen in der Region Rheinland

Restaurierungsmaßnahmen in der Region Rheinland wurden von uns unter anderem in Düsseldorf, an der Fassade von Schloss Jägerhof sowie der Fassade der Johanneskirche durchgeführt, sowie Im Bergischen Land an der Kirche St Martinus in Schloss Burg.

Steinrestaurierung

Die Steinrestaurierung – oder Natursteinrestaurierung – ist zum einen ein Teilbereich der Bauwerksrestaurierung, kann aber für sich genommen auch die Restaurierung von Kleindenkmälern, Skulpturen oder Kunstwerken beschreiben, die aus Naturstein gearbeitet wurden. Nach einer Begutachtung und Konzeptionierung richtet sich das Augenmerk auf die Stabilisierung, meist Reinigung und wenn nötig Ergänzung des Materials.

Als an der TH Köln ausgebildete akademische Restauratoren und Restauratorinnen von Wandmalerei und Objekten aus Stein kennen wir uns mit den Materialeigenschaften bestens aus und haben langjährige Erfahrung in der Behandlung von regionalen rheinischen Denkmalgesteinen wie Trachyt, Tuff und Basalt, sowie überregional abgebauten Werkstoffen wie beispielsweise Schlaitdorfer oder Obersulzbacher Sandstein.

Steinrestaurierung Beispiele in Köln
Beispiele für unsere aktuellen Natursteinrestaurierungen sind die Fassade des Domhotels in Köln, die Untersuchung der Ruine Alt St. Alban, Köln, ausgewählte historische Grabsteine des Kölner Nordfriedhofs oder die Restaurierungsarbeiten an der Fassade der Kirche St. Johannes in Düsseldorf.

 

Wandmalerei /gefasste Oberflächen

Wer den Begriff „Wandmalerei“ hört, denkt meist an die die Jahrhunderte überdauernden mittelalterlichen Wandmalereien des Mittelalters, wie sie sich in alten Kirchen finden. Doch das Aufgabengebiet der Restaurierung der gefassten mineralischen Oberflächen ist ungleich größer. Vom historischen Fresco über barocke Marmorimitationen bis zur modernen Silikattechnik des letzten Jahrhunderts stellen Oberflächenfassungen uns vor verschiedenartige Herausforderungen:
• Farbsysteme mit zu hohem oder zu geringem Bindemittelanteil
• Übermalungen
• Raumklimaschwankungen
• salzbelastete Untergründe
• Übermalungen oder
• Überzüge
sind Beispiele für Schadensfaktoren.

Die Restaurierung der Oberflächen ist immer im Kontext der Untergründe und des Raumklimas zu sehen; neben Reinigung, struktureller Festigung, Entsalzung, Ergänzung und Anbinden von Farbschollen steht in dieser Disziplin oft eine Retusche im Vordergrund. So können wir den Bestand optimal schützen und der Öffentlichkeit verständlich präsentieren.

Wandmalerei /gefasste Oberflächen Beispiele
Beispiele hierzu sind die Restaurierung der Wanddekorationen des Treppenhauses von Haus Langen in Troisdorf, die stuckierten Raumschalen der Villa Oppenheim, Köln, sowie der Stuckmarmor im historischen Treppenhaus des Domhotels in Köln.

Restauratorin / Restaurator in Köln – Qualifikation & Auswahlkriterien

Für eine kompetente, verständliche, zielführende Beratung, die auch eine naturwissenschaftlich versierte Grundlagenermittlung umfasst und wenn nötig auf Erlaubnispflichten hinweist, sowie für eine technisch gute, handwerklich fundierte Umsetzung braucht es einen Fachbetrieb für Restaurierung.

Dieser zeichnet sich durch die Spezialisierung auf Restaurierung und Konservierung als Haupttätigkeit sowie langjährige Erfahrung und ausführende Mitarbeitende vor Ort aus, die gleichfalls Fachleute sind. Der Begriff „Restaurator/in“ ist bis heute nicht geschützt. „Diplom-Restaurator/in“ oder „Restaurator/in M.A.“ sowie „Restaurator/in im Handwerk“ sind Qualifikationsnachweise nach verlässlichen Standards, an denen man sich orientieren kann.

Von unseren 12 Mitarbeitenden haben 6 einen solchen Abschluss; 6 weitere leisten, u. a. mit Meistertitel und als Restaurator im Handwerk, bereits seit über 20 Jahren hervorragende Arbeit für unseren Betrieb. Die uns anvertrauten Objekte bearbeiten Fachleuchte, nicht Helfer. Kontinuität und gute Kommunikation machen einen wichtigen Teil unseres Erfolgs in der über 30jährigen Firmengeschichte aus – nehmen Sie gerne Kontakt auf!

Mitarbeiterin Restauratorin

Restaurierungsablauf

Eine Restaurierungsmaßnahme findet bedarfsgerecht in verschiedenen Phasen statt, die sich wie folgt gliedern:

Besichtigung & Schadenanalyse

Nach Kontaktaufnahme und Vorbesprechung führen wir eine Vor-Ort-Besichtigung und erste Schadenseinordnung durch.
Fragen wie: Welche Materialien wurden verwendet? Hat schon einmal eine Maßnahme stattgefunden – gibt es Dokumente hierzu? Welche Materialien wurden eingebracht? Welche Schadensmechanismen liegen vor? Besteht eine Salzproblematik? und andere müssen für eine solide Konzeptionierung geklärt werden.
Bei Bedarf stellen wir für Sie Kontakt zu Behörden, fachplanenden Architekten, Gutachtern oder zusätzlichen Gewerken aus unserem Expertennetzwerk her.
Wir fertigen ja nach Anliegen fotografische und schriftliche, oft auch zeichnerische Dokumentation in Form von Bestands- und Zustandskartierung oder Gefährdungseinstufungen und helfen allen Beteiligten, die Situation einzuordnen.

Kostenkalkulation & Angebot
Nach der Klärung offener Fragen wird Ihnen ein Konzept erstellt und ein Angebot mit Kostenkalkulation unterbreitet, das gegebenenfalls zur Beantragung einer Förderung zur Hilfe genommen werden kann. Bei Bedarf stellen wir Kontakt zu einem passenden Fachplanungsbüro her.

Genehmigungen & behördliche Erlaubnisse
Sollte es sich bei dem zu restaurierenden Objekt um ein eingetragenes Denkmal handeln, muss die Denkmalpflege informiert und eine behördliche Erlaubnis für die Maßnahme eingeholt werden nach § 9 des Denkmalschutzgesetzes NRW 

Die Denkmalpflege beteiligt sich außerdem helfend und beratend an dem gesamten Prozess. Die erste Anlaufstelle ist hier die Untere Denkmalbehörde bzw. in Köln der Stadtkonservator

Umsetzung der Restaurierungsmaßnahmen

Einmal genehmigt und beauftragt, werden die Maßnahmen fachgerecht umgesetzt. Hierfür ist kunst- und baugeschichtliches Verständnis ebenso maßgeblich wie technisches: Nur wer sich mit historischer Bauweise und Handwerkstechniken auskennt, kann sinnvoll eingreifen.

Darüber hinaus sind Restaurierungsmaterialien oftmals technisch hochwertige, sensible Produkte, die genau nach Vorgabe des Herstellers korrekt verarbeitet werden müssen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Als Fachleute kommunizieren wir Faktoren wie Stand- und Trocknungszeiten, Frostgefahr und Wechselwirkungen rechtzeitig und klar, um Schäden zu vermeiden und zeitliche Abläufe transparent darzustellen. Sämtliche Arbeitsschritte werden vor Ort dokumentiert.

Nachbetreuung & Pflege
Nach Ende einer Restaurierungsmaßnahme ist es insbesondere an Baudenkmälern sinnvoll, eine regelmäßige Beobachtung und Wartung durchzuführen. Diese Nachbetreuung verhindert zumeist mit geringem Aufwand einen weiteren größeren Eingriff auf Jahrzehnte.

Finanzielle Aspekte & Förderung

 Förderprogramme in NRW & Rheinland – wie bekommt man Zuschüsse
Grundsätzlichen stehen Eigentümern und Eigentümerinnen verschiedene Möglichkeiten zur Beantragung einer Förderung zur Verfügung. Weiterführende Informationen findet man auch über den LVR / Landschaftsverband Rheinland zu diesem Thema.

In NRW kann man eine Förderung von Projekten der Baudenkmalpflege und für kleinere denkmalpflegerische Maßnahmen beantragen – über das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, Die Förderung beträgt bei Gewährung bis zu 50% der Kosten der Maßnahme und muss vor Beginn derselben beantragt werden.
https://www.mhkbd.nrw/foerderprogramme/denkmalfoerderprogramm

Auch auf Bundesebene gibt es Fördermöglichkeiten
https://www.bra.nrw.de/kultur-sport/kultur/denkmalfoerderung/bundesfoerderung

Darüber hinaus kann die NRW Bank Sie bei einem investiven Vorhaben zur Instandhaltung und Sanierung eines Baudenkmals oder Gebäudes mit besonders erhaltenswerter Substanz in form eines zinsgünstigen Darlehens unterstützen.
https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15690/produktdetail.html

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist ebenfalls eine wichtiger Anlaufstelle, die sich besonders für Katastrophen- und Notfallhilfe an Denkmälern in Form von Förderungen einsetzt.
https://www.denkmalschutz.de/denkmale-erhalten/katastrophenhilfe-fuer-denkmale.html#nothilfe-foerderung-erhalten

Steuerliche Vorteile & alternative Finanzierung
Auch eine Förderung über Steuervergünstigungen ist eine sinnvolle Möglichkeit; Informationen hierzu finden Sie unter:
https://www.mhkbd.nrw/foerderprogramme/steuerverguenstigungen-im-rahmen-der-baudenkmalpflege

Erhalt historischer Bauwerke

Der Erhalt historischer Bausubstanz hat Vorrang vor einer Erneuerung. Statt bereits stark zerstörtes oder bereits Verlorenes zu ersetzen, sollte die Originalsubstanz durch rechtzeitige Pflege erhalten werden. Dies geschieht – außer durch eine Restaurierungsmaßnahme – auch durch die regelmäßige Wartung der Objekte.

Werterhalt durch regelmäßige Pflege

Für die regelmäßige Pflege hilft ein Wartungsplan, der Sichtkontrollen und Kleinmaßnahmen wie Reinigung oder Erneuern von Fugen und Anstrichen bei Bedarf durch eine Restaurierungsfirma vorsieht.
Folgende Aspekte sollten an Bauwerken regelmäßig kontrolliert werden:
• Dachrinnen und Fallrohre sowie
• Dichtigkeit von Dächern und
• die Wasserführung von Regenwasser
• Feuchte
• Salze
• Schimmel
• Bewuchs
• Rost und Krustenbildung
sind langfristige Schadensfaktoren, die rechtzeitig behoben werden können und müssen.

Umwelteinfluss Kultur Johannes

Umgang mit Umwelteinflüssen / Witterung / Schadstoffe
In Innenräumen ist ein Monitoring des Raunklimas oft wesentlich zur Erkenntnis von Schadensmechanismen.
Das Auskristallisieren von Salzcocktails in Mauern, das Wachstum von Schimmelpilzen oder die Kondensation von Feuchte kann vermieden werden, wenn man den Messergebnissen entsprechend sinnvoll eingreift.
Im Außenbereich sind oft aufsteigende Feuchte oder Schlagregen mit für Schäden verantwortlich – auch hier gibt es Möglichkeiten, das Denkmal bedarfsgerecht und vorausschauend schützen.

Nutzung & Funktion im Bestand bewahren vs. Modernisierung

Nutzung und Funktion von Baudenkmälern ändern sich oftmals im Verlauf der Zeit. Schlösser, Burgen, aber auch Kirchen können vielfach nicht mehr ihrem Erbauungszweck gemäß genutzt werden, wenn sich gesellschaftliche Strukturen oder die Besitzverhältnisse andern.
Um sie dennoch als Zeitzeugen zu erhalten, können sie eine Zusatz- oder Umnutzung erfahren, als Stätte der Begegnung, der Bildung, oder als Veranstaltungsort genutzt und Erhaltungsmaßnahmen somit finanziert werden.
Während die historische Substanz bewahrt wird, müssen Fachleute der Restaurierung und Denkmalpflege die sich hierbei ändernden (beispielsweise klimatischen) Bedingungen beobachten und gegebenenfalls steuern. Notwendige Modernisierungsmaßnahmen sind bei eingetragenen Denkmälern vorab mit der Denkmalpflege abzustimmen, um die baugeschichtliche Aussage nicht zu verfremden.


Referenzen & Projektbeispiele aus Köln / Rheinland

Beispiele restaurierter Gebäude in Köln und Umgebung

In der Stadt Köln sind wir seit vielen Jahren an den historischen Fassaden rund um den Dom tätig; das aktuellste Beispiel hierfür ist die Fassade des Domhotels, Köln, samt des historischen Treppenhauses.
Aber auch anders gelagerte Aufgabenstellungen, wie die Restaurierung des Mosaiks Otto Freundlich (Oper Köln), und der Sgraffiti am Rautenstrauch-Jost-Museum, die Befahrung und Prüfung der Gedenkstätte Alt St. Alban (romanische Kirche, Quartermarkt) oder Maßnahmen am Archäologischen Quartier, Prätorium, haben wir in den letzten Jahren in Köln erfolgreich durchgeführt.
Restaurierungsmaßnahmen in der Region Rheinland wurden von uns unter anderem in Düsseldorf, an der Fassade Schloss Jägerhof sowie der Fassade der Johanneskirche ausgeführt, sowie im Bergischen Land an der Kirche St Martinus in Schloss Burg, um nur einige zu nennen.
Auf der Seite Portfolio finden Sie weitere aufbereitete Projekte, die einen Einblick in unsere Tätigkeiten bieten.

Mosaik Otto Freundlich

Restaurator/in in Köln – Atelierbeispiele

Nicht immer können alle Restaurierungsmaßnahmen vor Ort durchgeführt werden; sei es, dass staubfrei an Stuckersatz mit Polimentvergoldung gearbeitet werden muss, dass Probekörper unter dem Mikroskop untersucht werden müssen oder dass Werkstücke wie historische Grabsteine (Melatenfriedhof, Köln, Nordfriedhof, Köln) vor einer weiteren Bearbeitung durchtrocknen sollen.
Wir transportieren die Objekte bei Bedarf in unsere Werkstätten, wo sie unter idealen Umgebungsbedingungen restauriert und nach Fertigstellung wieder an ihren Ursprungsort zurückversetzt werden.

Projekte mit LVR / Amt für Denkmalpflege

Auf bestimmten Objekten liegt ein spezielles Augenmerk – der Öffentlichkeit, aber auch der Denkmalpflege. Die Instandhaltung dieser Denkmäler mit besonderem Wert im erweiterten Rheinland wird in enger Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Landesamt für Denkmalpflege durchgeführt.

Beispiele unserer Restaurierungsarbeiten

Beispiele unserer Restaurierungsarbeiten hierfür sind die Maßnahmen am Berliner Tor, Wesel, an den Gewölben der ehemaligen Abteikirche St. Ludgerus, Essen-Werden, oder an den historischen Putzflächen der romanischen Kirche St. Martinus in Solingen Burg. Der fachliche Austausch zwischen Denkmalpflege und Restauratoren und Restauratorinnen vor Ort ist nicht nur gewinnbringend für das Denkmal, sondern erweitert auch Wissen, Erkenntnisse und Erfahrungen – für diese und die nächsten Projekte.

Häufige Fragen zur Restaurierung in Köln

FAQs

Wie finde ich einen guten Restaurator in Köln?

Einen zur individuellen Aufgabenstellung passenden Fachbetrieb zu finden, ist oft nicht leicht. Folgende Merkmale weisen auf gute Qualität hin: Hoher Ausbildungsgrad und Erfahrung bei allen Mitarbeitenden, mit akademisch ausgebildeten Fachkräten, („Dipl.Rest.“, „Restaurator/in M.A.“), „Handwerksmeister/innen“ und / oder „Restauratoren/innen im Handwerk“ (geschützte Bezeichnungen), langjähriges Bestehen des Betriebs, Portfolio mit passenden Referenzen. Sprechen Sie uns gerne an, wir helfen Ihnen weiter -auch mit der Vermittlung an spezielle Fachkollegen und Kolleginnen bei Bedarf.

Wie lange dauert eine Restaurierung?

Da unser Leistungsspektrum von der Ergänzung eines steinernen Fingers bis zur Gesamtrestaurierung einer Bauwerksfassade reicht, kann man hier keinen gültigen Zeitrahmen nennen. Die Dauer ist stark objektabhängig. Nach einer Begutachtung kann aber rasch eine Einschätzung vorgenommen werden.

Wann ist eine Erlaubnis nötig?


Eine Erlaubnis ist nötig, wenn es sich bei dem zu restaurierenden Objekt um ein eingetragenes Denkmal handelt. In jedem Fall ist es sinnvoll, die untere Denkmalbehörde zu Rate zu ziehen, auch um Fördermöglichkeiten zu erörtern. Gerne beraten wir Sie hierzu vorab.

Was kostet Restaurierung pro m² / Objekt?


Die Kosten einer Restaurierung sind abhängig vom zu bearbeitenden Objekt, seiner Wertigkeit, dem Material, insbesondere aber auch von Schadensursache und -grad und können daher nicht pauschal genannt werden. Eine Kostenschätzung kann aber zeitnah nach einer unverbindlichen Begutachtung durch eine Fachfirma für Restaurierung erfolgen.

Wie sieht der Denkmalschutz für Gebäude vs. Objekte aus?


Während bei Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen, zunächst die untere Denkmalbehörde zuständig ist, ist der Ansprechpartner bei unter Denkmalschutz stehenden Objekten (beweglichen Objekten) meist das Landesdenkmalamt. Während hier nur das Werk selbst unter Denkmalschutz steht, erstreckt sich dieser bei Bauwerken auch oft auf das Umfeld und die inneren Strukturen.

Kontakt & Beratung

Für Fragen zur Restaurierung Ihres Bau- oder Kunstwerkes, unabhängig von Alter oder Werkstoff, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bei Bedarf stellen wir die notwendigen Kontakte her.

Ihr Ansprechpartner in Köln (Restaurator/in)

Die Koordination unserer Projekte, auch für unseren Standort Köln, wird zentral durch unser Büro in Steinfurt gesteuert; melden Sie sich gerne per Mail oder telefonisch für Kontakt zu unserem Ansprechpartner für Köln:

info@h-vr.de oder 02551 81249